Kinder brauchen liebevolle Zuwendung

eine der größten Lügen in Bezug auf Babies lautet:

„Alle Babys schreien nun mal, man kann sie ruhig schreien lassen, das stärkt die Lunge!“

Zuwendung Baby und MutterBabys können noch nicht sprechen. Die einzige Möglichkeit ihren Eltern mitzuteilen, dass sie  ihre Eltern brauchen, ist zu  weinen. Es ist ein natürliches Signal. Weinen ist also Kommunikation. Kein Baby weint „einfach so“. Es gibt immer einen Grund, warum ein Baby weint! Manchmal ist dieser schwierig raus zu finden. Nicht selten weinen Babys weiter, weil sie Bauchweh haben oder etwas anderes sie stresst. Pft sind sie mit der Verarbeitung schwerwiegender Ereignisse beschäftigt, wie beispielsweise ihre Geburt.  Aber Fakt ist: Babys weinen nie einfach so, wenn sie glücklich und zufrieden sind. Sie wollen uns auch nicht provozieren oder nerven. Sie brauchen Zuwendung, jemanden der für sie da ist.

Zuwendung reduziert Stress

Das Kind kann sich nicht selbst aus der schwierigen Situation befreien und ist auf Hilfe eines Erwachsenen angewiesen. Unterbleibt diese Hilfe, wird das Kind zunehmend ängstlicher und gestresster. Ohne Unterstützung Erwachsener stellt es das Schreien erst durch Erschöpfung oder Resignation ein. Wird es jedoch wahrgenommen und getröstet, wird im Gehirn Oxytocin freigesetzt. Dieses Bindungs- oder auch Kuschelhormon sorgt dafür, dass der Spiegel an Stresshormonen wieder sinkt. Was Babies und Kinder also unbedingt zur Beruhigung benötigen, ist die Anwesenheit und die Zuwendung von Erwachsenen, damit sie die Stresshormone abbauen können.

Das weinende Kind benötigt unter allen Umständen prompte, liebevolle Zuwendung, um sich wieder stabilisieren zu können.

Unterbleibt diese und dies auch noch längerfristig, können schwerwiegende Folgen auftreten, die sich bis ins Erwachsenenleben auswirken. Manchmal beruhigen sich Babys auch dann nicht, wenn wir uns ihnen liebevoll zuwenden und es ist unklar, wie dem Kind geholfen werden kann. In solchen Fällen ist es jedoch notwendig, dass wir mit der Zuwendung nicht aufhören und das Kind nicht alleine mit seiner Not lassen nach dem Motto „Ich kann ihm ja sowieso nicht helfen“. Auch wenn es für uns nicht ersichtlich ist, ist das Dasein und die damit einher gehende Hormonausschüttung von Oxytocin schon eine Hilfe für das Kind, die nicht unterschätzt werden darf. Darüber hinaus lernt es: „Ich werde geliebt und umsorgt, wie auch immer es mir geht.“ – Ein wichtiger Baustein für das weitere Leben und unerlässlich dafür, Vertrauen aufzubauen so Susanne Mierau in ihrem Buch „Geborgen wachsen“

Liebe beruhigt in jedem Alter

Diese liebevolle Zuwendung in Zeiten großer Emotionalität endet nicht mit einem bestimmten Alter, sondern ist für alle Kinder wichtig. Kinder brauchen einen liebevollen Hafen der Geborgenheit bei ihren Eltern, auch wenn sie schon pubertieren oder bereits die Schule verlassen haben. Eltern und andere wichtige Bezugspersonen sorgen für emotionale Stabilität und sind Grundlage für Gefühle von Sicherheit und Vertrauen im ganzen Leben.

Autorin: Eltern-Kids-Coach Nina Petz

Buchtipp:

Susanne Mirau – Geborgen wachsen

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